Konzept, Gestaltung und Realisierung    ENORM Agentur für Visuelle Kommunikation, Köln

SHP Architekten GmbH
gegründet als Schnell+Horn+Partner, Freie Architekten, 1994 in Dresden
Seit 01.01.2007 eingetragene Architektengesellschaft m.b.H.

Architektenleistungen
Projektstudien, Vorentwurfsplanung / Entwurfs- und Genehmigungsplanung / Ausschreibung, Vergabe, Abrechnung / Bauüberwachung (Qualität, Kosten, Termine) / Baunachbetreuung

Sachverständigenleistungen
Technisch-wirtschaftliche Kurzgutachten zu Altbauten / Bewertung bebauter und unbebauter Grundstücke / Holzschutzgutachten / Baumängel und Bauschäden / Gerichts- und Privatgutachten / www.gebaeudeausweis.de
Introvertiertes Haus mit großer Klappe
Ein kleines Haus als Ruhesitz für das fortgeschrittene Lebensalter. Alles ist gut erreichbar, auf einem Niveau. Trotz der Kompaktheit wird eine klare Funktionszonierung erreicht. Die Haupträume sind um eine zentrale Hofterrasse angeordnet. Diese erhält als besonderes Element ein großes Klapptor mit verstellbaren Lamellen als Sonnen- und Sichtschutz. Geöffnet dient das Tor als Überdachung. Abends wird das Tor mit einem Handgriff heruntergelassen und die Fassade ist geschlossen.
Alte Pracht mit neuen Facetten
Als Militärgericht mit repräsentativer Sandsteinfassade in den Jahren 1901/02 erbaut, wurde das Gebäude bis 1993 von den sowjetischen Streitkräften genutzt. Im Laufe dieser Zeit hatten vielfältige Umbauten zu erheblichen Bauschäden und umfangreichen Verlusten an der Originalsubstanz geführt. Eine besondere architektonische Herausforderung war deshalb, den Baukörper unter Anwendung restaurativer Verfahren weitestgehend auf seine Originalstruktur zurückzuführen, dabei aber unwiederbringlich verlorene Bauteile durch Elemente in zeitgemäßer Architektursprache zu ersetzen und harmonisch einzugliedern. Das Gebäude wurde von uns schlüsselfertig zum geplanten Fertigstellungstermin übergeben ? und auch hier konnten wir das vorgegebene Kostenbudget unterschreiten.
Wohlfühlklima für Seele und Körper
War früher die Schule eine eindimensionale Erziehungsanstalt, so wird sie heute als komplexer Entfaltungs-, Erlebnis- und Kreativitätsraum für die Schüler, als Arbeitsplatz für die Lehrer und als Kommunikations- und Begegnungsraum für beide Gruppen verstanden.
Die räumlichen Rahmenbedingungen dazu wirken dabei als "Dritter Erzieher". Ein ausgetüfteltes Haustechniksystem sorgt für das richtige Klima. Raumlufttechnik schafft frische Luft, die Bauteiltemperierung der Geschossdecken liefert die richtige Wärme im Winter oder angenehme Kühlung im Sommer. Rund 50% der Leistungen werden dabei aus erneuerbaren Energien gewonnen. Zusammen mit dem kompakten Bautyp wird eine energieeffiziente und wirtschaftliche Bauweise erreicht.
Mit dem Blick für's große Ganze überzeugen
Nach unserer Auffassung von Architektur kann das einzelne Gebäude nicht isoliert betrachtet werden. Jedes Bauwerk besitzt seinen eigenen Kontext, sein Umfeld, mit dem es in Beziehung steht. Gebäude korrespondieren mit den sie umgebenden Außenräumen, es entstehen Verwandtschaften oder Abgrenzungen. Lebendigkeit kann nur im Zusammenspiel mit anderen Bauten entstehen. Die Wettbewerbsarbeit zum Georgplatz verwebt Freiflächen mit städtebaulichen Strukturen, hebt einzelne Ensembles hervor und ordnet wiederum andere unter. So entsteht insgesamt ein Höchstmaß an Ordnung bei gleichzeitiger Vielfalt und spannungsvollen Beziehungen.
Unsere heimlichste Baustelle
Eine der besonderen Herausforderungen bei dieser Umbau- und Sanierungsmaßnahme waren die engen Platzverhältnisse inmitten des Fußgängerverkehrs. Denn das vom Architekten des Berliner Reichstags Paul Wallot entworfene ehemalige Sächsische Landtagsgebäude liegt in prominenter Dresdner Innenstadtlage. Zwischen Schlossplatz, Fürstenzug und Brühlscher Terrasse flanieren täglich tausende von Touristen, die vieles, nur keine Großbaustelle sehen wollen. Zudem musste der in Teilen des Gebäudes bestehende Nutzungsbetrieb während der Bauzeit aufrecht und ein knapper Fertigstellungstermin strikt eingehalten werden. Mit einer komplexen Planungslogistik und akribischer Projektorganisation lies sich auch diese Mammutaufgabe - an der andere bereits gescheitert waren - zur vollen Zufriedenheit der Bauherren lösen.
Oben nicht ohne
Dachgeschossausbau einmal anders. Der alte Dachstuhl war für einen Ausbau nicht recht geeignet: zu niedrig, zu geringe Querschnitte, verschachtelter Grundriss, Bauschäden im Gebälk. Ein Abbruch und kompletter Neuaufbau unter Vereinfachung der geometrischen Form brachte erheblichen Raumgewinn. Das Konstruktions- und Gestaltkonzept ermöglichte zudem weit reichende Spielräume für Selbstbauleistungen des Bauherrn. Großzügige Fensterbänder geben den Blick auf das Panorama der Elbhänge frei. Im Ergebnis wurde eine auf die Bedürfnisse der Bauherrschaft und auf das bestehende Bauwerk maßgeschneiderte Lösung verwirklicht. Dabei ist diese baukonstruktiv sicherer und mit Baukosten von weniger als 1.000 EUR/qm (Wohnfläche) wesentlich wirtschaftlicher als die meisten der sonst üblichen Dachgeschossausbauten.
Innovativ. Kompromisslos. Konsequent.
In konventioneller Bauweise ist das eigene Haus für viele immer noch unerschwinglich. Unser Low-Budget-Experimentalhaus zeigt, dass es auch viel günstiger geht. Und auf keinen Fall schlechter. Denn gerade die teuren Baukonstruktionen konventioneller Häuser sind schadenanfällig: Bei Kellerabdichtungen oder Wärmedämmungen von Schrägdächern treten nicht selten nach wenigen Jahren Bauschäden auf. Deshalb verzichten wir soweit möglich auf schadenträchtige Bauteile und sparen Kosten durch optimierte Baukörperkubatur, günstige Materialen, hohen Vorfertigungsgrad, clevere Energiekonzeption, einfache Tragstruktur und stringent organisierte Haustechnik. Gradlinige Architektur, die zu einem innovativen und äußerst wirtschaftlichen Gebäudedesign führt - und für viele den Weg ins Eigenheim öffnen kann.
Kindgerecht aber nicht kindlich
Kinder nehmen anders wahr als Erwachsene. Kinder haben eine andere Sehperspektive und erleben ihre Umgebung sowohl visuell, als auch haptisch intensiver als Erwachsene. Kinder "begreifen" ihre Umwelt. Kinder brauchen sowohl Bewegungs- als auch Rückzugsräume.
Unsere Kindertagesstätte ist aufgebaut wie eine kleine Stadt. Ein Platz am Eingangsbereich als Piazza mit direktem Bezug zur Kirche ist der zentrale Treffpunkt, wo alle Funktionen zusammenlaufen. Zuschaltbar ein Mehrzweckraum für größere Veranstaltungen. Straßen führen zu den Werk- und Bastelräumen oder zum Ruhebereich. Klare Raumstrukturen geben Orientierung. Durchblicke schaffen Beziehungen zum Außenraum.
Flexibilität macht Schule
Die Schule als lebendiger Organismus braucht variable Architekturläsungen, um sich auf neue Schulsysteme und pädagogische Konzepte einstellen zu können - ein wesentlicher Aspekt auch bei der Neuordnung und Erweiterung der 66. Mittelschule im Dresdner Stadtteil Leuben. Wir haben hier durch einen modernen Zwischenbau unterschiedliche Funktionsbereiche verbunden, Gemeinschaftsfunktionen und haustechnische Anlagen zentralisiert sowie die Installationen optimiert. Gestalterisch entstand außen ein Wechselspiel neuer und alter Baukörper, geschlossener und offener Fassaden, rauer und glatter Materialien. Im Innenbereich wurde die originale und polychrome Farbigkeit der Räume wiederhergestellt.